Vor fünfzig Jahren beschloss eine Gruppe von Menschen in Bozen, dass Arbeit ein Instrument für Würde und Integration sein kann. Aus dieser Idee ist die C.L.A. - Cooperativa Lavoratori Associati Onlus entstanden, die heute ihr fünfzigjähriges Bestehen mit einer Pressekonferenz im Mehrzwecksaal des Home Centers in der Galileistraße 4A in Bozen gefeiert hat, wo sich auch die Werkstätten der Genossenschaft befinden.
Eine Geschichte, die gewachsen ist
1976 gegründet auf Initiative von Professor Italo Mauro, damals Präsident der A.I.A.S. Bozen, entstand die C.L.A. mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung und Jugendlichen in sozialen Schwierigkeiten eine Arbeitsperspektive zu bieten. Die ersten Jahre waren geprägt von Pioniergeist, Entbehrungen und außerordentlicher Entschlossenheit - möglich gemacht durch den Einsatz von Mitarbeitenden und Unterstützern wie Lina Postinghel, Walter Squarcina und Giampiero Firinu.
Ein entscheidender Schritt folgte 1997 mit der Fusion mit Retia Snc und der Übernahme der Leitung durch Roberto Comina. Die Genossenschaft festigte ihre Marktposition, investierte in neue Maschinen und entwickelte die Produktion im Bereich Kartonage, Siebdruck und Werbemittel - und wurde so zu einem provinzweiten Referenzpunkt in ihrem Sektor.
Seit 2020 liegt die Geschäftsführung bei Lorenzo Pellicini; Präsident ist Gianluca Businaro. Im Laufe der Jahre haben folgende Personen das Präsidium innegehabt: Italo Mauro, Giandomenico Sbob, Alfredo Pallara, Roberto Comina, Roberto Santini und Paolo Cola.
Die Menschen, an erster Stelle
Das Herzstück der C.L.A. waren immer die Menschen. Viele Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen haben in der Genossenschaft nicht nur eine Arbeit gefunden, sondern einen Weg der Begleitung und des Wachstums - bis hin zu einer stabilen Eingliederung in die Arbeitswelt.
„Heute feiern wir nicht nur ein Jubiläum", betont Geschäftsführer Lorenzo Pellicini. „Wir feiern eine Gemeinschaft, die sich entschieden hat, nicht wegzuschauen - die an den Wert der Arbeit als Mittel zur Inklusion geglaubt hat und weiterhin Chancen, Würde und Zukunft schafft."
„Ein Dankeschön an die Gründerinnen und Gründer", fügt Präsident Gianluca Businaro hinzu, „an alle, die von Anfang an an eine Idee geglaubt haben, die Arbeit und soziale Verantwortung verband. Ein Dankeschön an die Mitarbeitenden, die die Werte der Genossenschaft täglich in konkrete Gesten umsetzen. Und an die Institutionen, die Sozialdienste, die Unternehmen und die Partner im Gebiet, die eine für die Inklusion grundlegende Vernetzungsarbeit möglich gemacht haben."
„Der Dank gilt vor allem den Menschen, die in der Genossenschaft gearbeitet haben und arbeiten", schließt Pellicini. „Sie sind der tiefste Sinn dieser fünfzig Jahre."
Die Anerkennung von Coopbund
Monica Devilli, Präsidentin von Coopbund Alto Adige Südtirol - dem Genossenschaftsverband, dem die C.L.A. seit ihrer Gründung angehört - überbrachte den Gruß des Verbandes und unterstrich den Wert der Sozialgenossenschaft als Instrument für wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Im Mittelpunkt des Handelns der C.L.A. steht der Mensch - insbesondere jene, die in schwierigen Lebenssituationen oder mit Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt konfrontiert sind. Inklusion ist nicht nur ein ethischer Wert, sondern eine Investition für die gesamte Gemeinschaft."