Das Coopbund-Projekt „Kooperation auf zwei Rädern“ wird erfolgreich fortgeführt und ausgebaut: Heute Vormittag wurden auf dem Mazziniplatz in Bozen, vor dem Sitz von Coopbund Alto Adige Südtirol, elf weitere Fahrräder in das Netzwerk integriert. Die Initiative zielt darauf ab, das Empowerment von Frauen und die soziale Integration durch das Erlernen von Fahrradmobilität zu fördern.
Das Projekt, das zahlreiche Partner aus verschiedenen Bereichen vereint, setzt auf die Förderung der Mobilität als Schlüssel für die soziale Eingliederung. Besonders im Fokus stehen Frauen, auch mit Migrationshintergrund, denen durch das Erlernen des Fahrradfahrens neue Möglichkeiten der Mobilität eröffnet werden.
Im Rahmen einer feierlichen Übergabe auf dem Mazziniplatz, einem Symbolort für Offenheit und Gastfreundschaft, erhielten elf Frauen die überholten Fahrräder. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der laufenden Initiative, die zu Beginn des Jahres ins Leben gerufen wurde.

Das Projekt, das Ende November letzten Jahres vorgestellt wurde, hat mittlerweile weitere Partner gewonnen. Neben den bereits genannten Akteuren wie UISP, GEA, La Strada Der Weg und Coopbund Alto Adige Südtirol, wird das Vorhaben nun auch von der sozialen Genossenschaft Novum2 unterstützt, die den Diebstahlschutzstempel auf die Fahrräder anbrachte, sowie von Pit Stop, einem Fahrradgeschäft in der Freiheitsstraße, das Reparaturen und Verkauf anbietet.
Die Frauen, die ihre Fahrräder übernahmen, nahmen vor der Übergabe an einer kurzen Testfahrt teil, bevor die Fahrräder mit dem Diebstahlschutzstempel versehen wurden. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um den sozialen und kulturellen Mehrwert der Initiative hervorzuheben. Das Projekt bietet Frauen, die aus kulturellen, sozialen oder familiären Gründen bislang keinen Zugang zur Fahrradmobilität hatten, die Möglichkeit, einen praktischen Umgang mit dem Fahrrad zu erlernen und dadurch ihre Autonomie sowie ihre Integration in die Gemeinschaft zu stärken.

„Dies ist der erste konkrete Schritt der Initiative, die Ende 2025 ins Leben gerufen wurde. Sie basiert auf einem Netzwerk von Akteuren, die sich für das Wohl der Gemeinschaft einsetzen“, betonte Monica Devilli, Präsidentin von Coopbund Alto Adige Südtirol. „Unser Ziel ist es, die Unabhängigkeit von Frauen zu fördern. Wir beginnen mit dem Erlernen des sicheren Fahrradfahrens und schließen mit der Übergabe von funktionsfähigen und überholten Fahrrädern ab, die es den Frauen ermöglichen, sich besser in der Stadt zu bewegen. Besonders erfreulich ist die großartige Teamarbeit und die breite Vernetzung, die hinter diesem Projekt stehen und die immer mehr Menschen zusammenbringt.“
Im Rahmen des Treffens wurden die Fahrräder übergeben, die von Gefangenen des Bozner Gefängnisses im Rahmen des Projekts „Ciclofficina“ repariert wurden. Dieses Projekt wurde mit Unterstützung von Coopbund und unter der Schirmherrschaft der Stadt Bozen durchgeführt. Die Fahrräder, die vom Umweltamt der Stadt Bozen zur Verfügung gestellt wurden, sind ein weiteres Beispiel für das transversale Engagement für die Gemeinschaft und tragen zur Weiterentwicklung des Projekts bei.